Das abendfüllende Tanzstück (2025) erkundet Schnittstellen von Choreografie, Dokumentation & Authentizität. Das Publikum erlebt choreografische Sequenzen, jedoch auch filmische Szenen, die auf die Rückwand projiziert werden und Einblicke in den Entstehungsprozess geben. Ironie und Ernsthaftigkeit stehen gleichberechtigt nebeneinander. Ziel ist keine bloße Bühnenästhetik, sondern eine kritische Reflexion über Rollen, Erwartungen und Konflikte innerhalb von künstlerischen Teams.
Dabei stellt sich die Frage: Was ist inszeniert, was echt? – Intime Probenprozesse werden als kondensiertes Feld sozialer Interaktion elementarer Teil des Endprodukts.
Die Präsenz eines „Outside Eye“ spielt eine große Rolle. Die Kamera dokumentiert, beeinflusst, beschränkt, wird selbst zum Akteur. Dabei entwickelt sich eine bisweilen bewertende Präsenz. Die Kluft zwischen dem, was in Proben passiert und den dazugehörigen Statements der Choreograf*innen werden von dieser verborgenen Instanz hinterfragt. Das Outside Eye versucht, der Wahrheit auf die Schliche zu kommen.
